Welche drei Verzinkungsverfahren gibt es?

Verzinken ist ein entscheidender Prozess in der Metallindustrie und dient in erster Linie dem Schutz von Stahl und Eisen vor Korrosion. Durch das Aufbringen einer schützenden Zinkschicht verlängert das Verzinken die Lebensdauer von Metallprodukten, macht sie widerstandsfähiger und für vielfältige Anwendungen geeignet. Es gibt drei Hauptverfahren des Verzinkens:FeuerverzinkungElektrogalvanisierung und Zinkspritzen. Jedes Verfahren hat seine spezifischen Prozesse, Vorteile und Anwendungsgebiete, die wir im Detail untersuchen werden, einschließlich der Rolle vonVerzinkungsanlagen, Trocknungsgruben und Wiederaufbereitung von Flussmittelbehältern bei diesen Verfahren.

Verzinkungsanlage für Rohre
Materialförderanlagen

1. Feuerverzinken

Feuerverzinken ist das am weitesten verbreitete Verzinkungsverfahren. Dabei werden Stahl- oder Eisenteile in ein Bad aus geschmolzenem Zink bei Temperaturen um 450 °C getaucht. Der Prozess beginnt mit der Oberflächenvorbereitung, die für eine feste Verbindung zwischen Zink und Metall entscheidend ist. Diese Vorbereitung umfasst typischerweise die Reinigung des Metalls, um Rost, Öl und Verunreinigungen zu entfernen, oft mithilfe einer Kombination aus mechanischen und chemischen Verfahren.

Sobald die Oberfläche vorbereitet ist, wird das Metall in das flüssige Zink getaucht. Die Hitze des flüssigen Zinks bewirkt eine metallurgische Reaktion, wodurch sich mehrere Zink-Eisen-Legierungsschichten bilden, die sich fest mit dem Stahlsubstrat verbinden. Nach dem Tauchvorgang werden die verzinkten Teile entnommen und abkühlen gelassen. Dabei erstarrt das Zink und bildet eine Schutzschicht.

Rolle von Verzinkungsanlagen: Beim Feuerverzinken sind Verzinkungsanlagen unerlässlich. Diese spezialisierten Produktionsanlagen optimieren den gesamten Verzinkungsprozess von der Oberflächenvorbereitung bis zur abschließenden Abkühlung. Sie umfassen häufig automatisierte Systeme zum Reinigen, Flussmittelauftragen und Tauchen und gewährleisten so Effizienz und Gleichmäßigkeit im Beschichtungsprozess.

TrockengrubeNach der Reinigung werden die Metallteile häufig in ein Trockenbecken gelegt. Dieser Schritt ist entscheidend, da er sicherstellt, dass jegliche Restfeuchtigkeit entfernt wird, bevor die Teile in das flüssige Zink getaucht werden. Ein gut gewartetes Trockenbecken trägt dazu bei, Fehler im Verzinkungsprozess, wie z. B. Haftungsprobleme oder ungleichmäßige Beschichtung, zu vermeiden.

2. Elektrogalvanisierung

Die elektrolytische Verzinkung, auch Galvanisierung genannt, ist ein weiteres Verfahren zur Zinkbeschichtung von Stahl. Im Gegensatz zur Feuerverzinkung wird hierbei eine Elektrolytlösung mit Zinksalzen verwendet. Die Metallteile werden in diese Lösung eingetaucht und an eine Stromquelle angeschlossen, wodurch Zinkionen wandern und sich auf der Metalloberfläche abscheiden.

Das elektrolytische Verzinkungsverfahren ermöglicht im Vergleich zur Feuerverzinkung eine dünnere und gleichmäßigere Beschichtung. Dieses Verfahren ist besonders vorteilhaft für Anwendungen, bei denen eine glatte Oberfläche erforderlich ist, wie beispielsweise bei Automobilteilen oder Haushaltsgeräten. Allerdings ist die Beschichtung im Allgemeinen weniger widerstandsfähig als die durch Feuerverzinkung erzeugte, weshalb sie sich besser für Anwendungen in Innenräumen oder Umgebungen mit geringerer Belastung durch korrosive Elemente eignet.

Wiederaufbereitung von FlussmitteltanksBei der galvanischen Verzinkung spielt die Aufbereitung des Flussmittelbades eine entscheidende Rolle. Flussmittel dienen der Oberflächenvorbereitung des Metalls und verbessern die Haftung der Zinkschicht. Nach dem Verzinkungsprozess muss die Flussmittellösung gegebenenfalls aufbereitet werden, um ihre Wirksamkeit zu erhalten und gleichbleibende Ergebnisse zu gewährleisten. Dies beinhaltet das Filtern und Nachfüllen der Flussmittel, um den Beschichtungsprozess zu optimieren.

3. Zinkspritzen

Zinkspritzen, auch bekannt als thermisches Spritzen oder Metallisieren, ist ein Verfahren, bei dem geschmolzenes Zink auf die Oberfläche eines Metalls gesprüht wird. Dieser Prozess kann mit verschiedenen Techniken durchgeführt werden, darunter Flammspritzen und Lichtbogenspritzen. Beim Flammspritzen wird ein Gemisch aus Zinkpulver und Sauerstoff entzündet, wodurch eine Flamme entsteht, die das Zink schmilzt und auf das Substrat schleudert. Beim Lichtbogenspritzen schmilzt ein elektrischer Lichtbogen den Zinkdraht, der anschließend auf die Oberfläche gespritzt wird.

Materialtransportgeräte 7
Was ist eine Trockengrube?

Das Zinkspritzen eignet sich besonders für große Strukturen oder Bauteile, die nicht ohne Weiteres in flüssiges Zink getaucht werden können. Es bietet eine flexible Lösung zum Schutz von Oberflächen, die sich mit herkömmlichen Methoden nur schwer verzinken lassen. Allerdings ist die durch Zinkspritzen erzeugte Beschichtung in der Regel dicker und erfordert unter Umständen zusätzliche Nachbearbeitungsschritte, um eine glatte Oberfläche zu erzielen.

Anwendungsbereiche und Überlegungen: Jedes Verzinkungsverfahren hat seine spezifischen Anwendungsbereiche und erfordert besondere Überlegungen. Feuerverzinken eignet sich ideal für Außenkonstruktionen wie Brücken und Strommasten, bei denen langfristiger Korrosionsschutz entscheidend ist. Elektrolytisches Verzinken wird häufig in der Automobil- und Haushaltsgeräteindustrie eingesetzt, wo Ästhetik und glatte Oberflächen unerlässlich sind. Zinkspritzen eignet sich für große oder komplexe Bauteile wie Schiffsrümpfe oder Industriemaschinen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die drei Verzinkungsverfahren – Feuerverzinken, elektrolytisches Verzinken und Zinkspritzen – jeweils spezifische Vorteile und Anwendungsbereiche bieten. Die damit verbundenen Prozesse, wie der Einsatz von Verzinkungsanlagen, Trockenbecken und die Wiederaufbereitung von Flussmittelbädern, spielen eine entscheidende Rolle für die Qualität und Wirksamkeit der Zinkbeschichtung. Das Verständnis dieser Verfahren ermöglicht es Herstellern, die für ihre spezifischen Anforderungen am besten geeignete Verzinkungstechnik auszuwählen und so letztendlich die Haltbarkeit und Lebensdauer ihrer Metallprodukte zu verbessern.


Veröffentlichungsdatum: 26. Februar 2025